#021 Kein Mund, kein Kopf, kein Problem: Der Blob

Shownotes

In dieser Folge erzählt Konstanze von einem Wesen, das irgendwie aus der Reihe tanzt: kein Tier, keine Pflanze, kein Pilz im klassischen Sinn — und trotzdem ziemlich beeindruckend. Es geht um den Schleimpilz „Blob“, genauer gesagt um Physarum polycephalum: ein gelbes, kriechendes Lebewesen, das weder Mund noch Kopf noch Gehirn hat und trotzdem erstaunliche Dinge kann.

Der Blob kann sich bewegen, Nahrung finden, Hindernisse umgehen und sogar erstaunlich effiziente Netzwerke bilden. Forschende haben gezeigt, dass er in Experimenten Wege optimieren, sich an Erfahrungen „erinnern“ und auf seine Umgebung reagieren kann — ganz ohne Nervensystem. Aber wie funktioniert das? Und was sagt uns so ein Schleimpilz darüber, was Intelligenz eigentlich ist?

Konstanze nimmt euch mit in die faszinierende Welt eines Organismus, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber unser Verständnis von Denken, Lernen und Problemlösen ordentlich durcheinanderbringt.

Transkript anzeigen

00:00:01: Erklär mir die Welthase.

00:00:07: Der Wissenspodcast von Konstanze Mariteschner und Lukas Marian Weihl.

00:00:15: Hallo, herzlich willkommen zu Erklärme Die Welthase.

00:00:18: der Wissenspodcast mit Lukas Marion Weih

00:00:21: Das bin ich

00:00:22: Und mit mir Konstantz Mariteschnar.

00:00:24: Hallo Herzlich Willkommen Lukas.

00:00:26: Hi Na

00:00:27: Na Geht's?

00:00:30: Ach

00:00:31: So so

00:00:33: Ha.

00:00:34: Vielleicht Erhebtest deine Stimmung, dass wir mal wieder positives Hörer-Feedback bekommen haben.

00:00:42: Mal wieder!

00:00:43: So wie oft?

00:00:44: So wie so oft.

00:00:45: Nico B aus B hat unsere letzte Folge gehört zu Georgina Reed und sich sehr gefreut, hat ihn begeistert.

00:00:53: er hat dir zugestimmt weil du mich in der Folge korrigiert hast.

00:00:58: klug geschissen hast wie man es auch so schön...

00:01:00: Das drehst nicht im Italienlag im Jahre Wann das war?

00:01:05: Weil vor dem Ersten Weltkrieg noch Trieste zu Österreich gehört hat.

00:01:09: Da hast du mal wieder die Fakten parat gehabt, dass hat Nico B aus B ebenso gefreut.

00:01:15: Das ist nämlich auch ein geopolitik interessierter Mensch und so toller Typ muss ich dir immer vorstellen.

00:01:22: Ihr kennt euch nicht alle anderen in unserer Höhe.

00:01:26: Kennen wir!

00:01:29: Dazu muss ich sagen, ich wurde auf einem Spielplatz angesprochen

00:01:33: von meinem Kind.

00:01:34: Nee, von deinem Welternteil.

00:01:38: Von deinem Kind soll ich ausrichten, dass der Name, erklär mir die Welthase komisch sei?

00:01:42: Oh ja das hab' ich auch schon von

00:01:44: ... wurde die auch

00:01:45: schon zugetragen und hat mich beleidigt und verärgert.

00:01:49: Ja gut vielleicht ist man in der zweiten Klasse noch nicht bereit die Tragweite dieser Namensschöpfung in Gänze wertzuschätzen.

00:01:59: Vielleicht wird sich das im Laufe des Lebens nochmal etwas ändern

00:02:02: dass einiges im Arm liegt

00:02:04: an diesem Schulsystem.

00:02:06: Sagen so, jetzt hab ich's verstanden!

00:02:10: Ja wie gesagt, Schulsystem in Deutschland, miserabel ganz miserabel das da nicht mal auch.

00:02:15: Genau, nee es war tatsächlich ein Elternteil ja?

00:02:18: Es war JanS aus B und der unserem Podcast gehört hat... Ja, mir kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen, es gab keinen Feedback in dem Sinne sondern es ging nur darum, dass er's gehört hat.

00:02:31: Er hat mich gefragt, wie wir die Folgen vorbereiten.

00:02:34: Ob wir einen Skript ablesen oder alles frei machen?

00:02:41: Wir versuchen eine Grundlage zu schaffen in unterschiedlicher Ausprägung je nachdem bei uns beiden und ich habe aber auch gemerkt dass wenn man es nur liest das ist echt nicht so gut kommt.

00:02:51: also das ist dann ein bisschen.

00:02:54: Ich merk's dann auch bei dir, weil ich krieg ja direkt das Feedback.

00:02:56: Und dann steigst du manchmal im Kopf so ein bisschen aus und ich glaube reines Vorlesen ist nicht so gut es muss schon frei sein.

00:03:02: Ja

00:03:02: dieses Feedback habe ich auch schon bekommen dass sich in den Episoden das man gemerkt hat wenn ich eher am Skript war oder er freigesprochen habe und das Freisprechen natürlich besser ankommt.

00:03:12: aber wenn es um Das Thema des heutigen Tages zum Beispiel geht ja und ich die ganze Zeit für Sarum ... Polizeferlum sagen muss.

00:03:22: Da muss ich doch schon noch mal mich ein bisschen mehr konzentrieren und aufs Skript

00:03:26: schauen.".

00:03:27: Richtig, wir machen Anspruch an uns!

00:03:30: Wir sind ein journalistisches Format in dem Sinne... Das muss schon wissenschaftlich korrekt sein.

00:03:34: was wir hier wieder geben das heißt hin und wieder muss da auch im Skrift als Grundlage dienen sonst bringen wir nicht das Level hier auf den Rasen wie man es von uns erwartet und das wäre sehr schade.

00:03:47: Dementsprechend bin ich sehr freudig vorbe.

00:03:49: vorbereitet, aber freu dich in Erwartungsvoll auf die heutige Folge.

00:03:55: Bei der du mir bestimmt wieder irgendwas unglaublich unfassbar interessantes erklären wirst denn das hast du mal wieder nicht gemacht.

00:04:02: unser Podcast besteht ja daraus dass sich einer von uns beeiden jeweils in einer Woche einen Thema reinfuchst und dann dem anderen das erklären will und ihn genauso faszinieren möchte davon wie man selbst ist

00:04:15: Ganz genau.

00:04:16: Vielen Dank, dass du das noch mal erklärt hast.

00:04:17: für auch die Hörer, in denen wir uns vielleicht zum ersten Mal hören soll es ja auch geben.

00:04:23: Lukas sagt dir der Begriff oder der Name Blob etwas?

00:04:27: Insofern hast du mir schon mehrfach gesagt, dass das eine Folge zum Blob machen möchte und das ist wirklich alles was ich von dem Blob weiß.

00:04:33: Okay!

00:04:34: Der Blob Oh, der macht mich so glücklich.

00:04:38: Ich beschäftige mich jetzt schon seit einer Weile damit und es gibt so viele Eckpunkte, warum ich dieser Blob so glücklich mache.

00:04:46: Und ich steige da mit der Verbindung ein, dass das auch ein popkulturelles Phänomen ist auf eine Art.

00:04:52: Es gibt nämlich einen Science-Fiction Horrorfilmen mit dem Namen Blobbschrecken ohne Namen aus dem Jahr.

00:05:05: Dieser Film handelt von einer galatartigen außerirdischen Masse, die nach dem Einschlag eines Meteoriten auf die Erde gelangt.

00:05:13: Diese Kreatur – der Blob kann Menschen verschlingen und wird mit jedem Opfer größer und gefährlicher.

00:05:21: Steve McQueen spielt einen Jugendlichen der diese Bedrohung erkennt und versucht die Erwachsenen zu warnen.

00:05:28: Und die Behörden, die ignorieren das zunächst bis immer mehr Menschen dem Blob zum Opfer fallen und sie dann gemeinsam probieren, diese Bedrogen zu bekämpfen.

00:05:39: Kurz gesagt es geht um eine unaufhaltsame außerirdische Schleimmasse, die die Menschen absorbiert.

00:05:48: Und diesen Blob gibt es tatsächlich in der Realität!

00:05:54: Fusarum polizeferlum ist allerdings weder eine Pflanze noch ein außerirdisches Monster.

00:06:00: Es ist auch kein Tier oder kein Pilz, sondern ein Einzeller – einer der ältesten und einfachsten Lebensformen.

00:06:08: Man könnte meinen er sei primitiv weil er weder Augen hat noch einen Mund oder Magen oder Beine.

00:06:16: dennoch kann ihr sehen schmecken und sich fortbewegen.

00:06:20: Er hat kein Nervensystem und auch keinen Gehirn, dennoch kann er komplexe Probleme lösen und Strategien entwickeln.

00:06:28: Verschiedense Forschungsgebiete sind an ihm interessiert und von ihm fasziniert weil er als Modellorganismus für unterschiedliche Disziplinen genutzt werden kann.

00:06:40: und genau deshalb finde ich ihn auch so spannend und möchte ihm diese Episode widmen.

00:06:46: Wisse bereit?

00:06:47: Wie sieht der denn aus?

00:06:48: Vielleicht zeige ich dir erst mal ein Bild, dann kannst du dir das auch besser vorstellen.

00:06:51: Zur Veröffentlichung dieser Episode mache ich auf Instagram einen Post, sodass unsere Hörerinnen das auch diese Verbindung haben.

00:07:00: So sieht es aus!

00:07:01: Beschreib ihn mal.

00:07:03: Ich vermute dass ist von einem Elektronen-Mikroskop aufgenommen.

00:07:06: deswegen sind es in ganz vielen bunten Farben.

00:07:10: Sag

00:07:10: mal was du siehst einfach erstmal nur...

00:07:12: Es ist so ein bisschen wie Brokkoli.

00:07:14: Also es sieht aus wie eine Brokkolivucherung mit ganz vielen Ecken, Brokkolie grünen Ecken und in der Mitte ist es

00:07:21: gelb.

00:07:21: Was ist ganz gelb?

00:07:22: Ist das

00:07:22: gelb?!

00:07:22: Also Grün an den Ecken oder in der Mittelsis gelb!

00:07:27: Okay also er ist eigentlich gelb,

00:07:29: gelb... Na gut Dann ist er gelb.

00:07:33: Ja man sieht Ich

00:07:34: habe mir Flapper vorgestellt.

00:07:35: Ja, so flabberähnlich.

00:07:37: Aber in der Mitte ist es so zentriert und läuft so auseinander als ob das wie so ganz dünne, wenenartige Arme hätte.

00:07:47: So sieht man das hier auf diesem Bild ... In einer Beschreibung habe ich gelesen, wie ein altes Omelette.

00:07:53: Vielleicht trifft es das auch ein bisschen?

00:07:57: Eine Milliarde Jahre vor den Homo sapiens und fünfhundert Jahren vor den Pflanzen entstanden die ersten Einzeller.

00:08:05: Darunter auch der Fusarum-Polizeferlum.

00:08:09: Er gehört zu den echten Schleimpilzen, wie andere Pilze auch bevorzugt er dunkle feuchte Lebensräume und kommt oft im schattigen Unterholz vor.

00:08:19: Im Vergleich zu anderen Pilzen hat er aber Skills, einfachen Pilze nicht haben, er kann wandern.

00:08:28: Er bewegt sich mithilfe seines Venennetzes fort mit einer Geschwindigkeit von einem Zentimeter in der Stunde.

00:08:36: Wenn er aber hungrig ist dann kann ja viel mal so schnell werden!

00:08:40: Er ernährt sich von Bakterien, Hefen und Pilzen und das krasseste ist aber dass er aus einer einzigen riesigen Zelle besteht.

00:08:51: Deine Beschreibung, dass das wahrscheinlich unter dem Elektronen-Mikroskopftat gefunden hat ist falsch – man kann ihn mit den bloßen Augen sehen!

00:09:01: Er verdoppelt seinen Volumen jeden Tag und kann mehrere Meter Durchmesser erreichen.

00:09:07: Obdurch steht er eben aus?

00:09:09: wie ein altes Omelette oder so eine schleimige kleine Fütze?

00:09:16: Der Blob selbst ist ein Ernährungsgenie.

00:09:19: Bei einer Studie, in der die Wissenschaftlerinnen das Verhalten des Blobs untersuchen wollten wurden thirty-fünf verschiedene Nährlösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen zusammengestellt.

00:09:30: Also unterschiedliche konzentration von Proteinen, Zucker und anderen Nährstoffen.

00:09:39: Und dadurch haben sie die perfekte Nährstofflösung herausgefunden, die ihm am besten schmeckt – also mit der er besonders gut wächst!

00:09:49: Beweiteren Tests, um das auch sicherzustellen und auch seine Intelligenz zu prüfen.

00:09:54: sozusagen haben sie dann diese Nährstofflösung die ihm halt am besten schmeckt in dem Experiment entfernt.

00:10:01: Und nur die anderen die nicht perfekt konzentriert waren dargelassen und er hat sich aus den Nicht-perfekt Konzentrierten das Beste herausgesucht und so selbst seine eigene perfekte Lösung konzipiert also ein bisschen eine Art von Koch sozusagen.

00:10:20: Wenn der Blob mal keine Nahrung findet, geht er in den Ruhemodus.

00:10:24: Er trocknet dann einfach aus und kann so trotzdem bis zu zwei Jahren weiter leben und braucht nur ein bisschen Flüssigkeit um wieder aktiviert zu werden.

00:10:34: Es gibt einen Wissenschaftler, der sogar zwei Preise gewonnen hat für die Erforschung des Blobs – und nicht irgendwelche Preise!

00:10:44: Kannst du dir vorstellen welchen Preis?

00:10:46: Also auf jeden Fall den Eknobellpreis….

00:10:48: Ja, zweimal den Ignobellpreis.

00:10:51: Zweimal den Ignobellpreis?

00:10:52: Zweimal Den Ignobelpreis.

00:10:54: Toshiyuku Nakazaki hat ... ...

00:10:58: ausgedacht.

00:11:01: Ist das rassistisch?

00:11:06: Ähm ich hoffe nicht.

00:11:07: Ich hoffe auch nicht, wenn er nicht absichtlich, wenn es

00:11:09: zählt.

00:11:10: Du kannst auch amerikanischer Wissenschaftler sein oder deutscher.

00:11:13: Kann ja alles mögliche sein aber der Name klingt wie ausgedach.

00:11:15: Klingt wie Kaiser Soße Die üblichen Verdächtigen.

00:11:19: Ist im Film?

00:11:19: Ist egal, ja.

00:11:21: Also, in den Kognitive-Science-Ignobel-Signs-Price gewonnen.

00:11:28: darin zeigte Nakagakis Team das dieser gehörnlose Einzelle also der Blob ohne Bewusstsein seinen Weg durch ein Labyrinth finden kann um Nahrung aufzuspüren und dabei sozusagen Rätsel zu lösen ... in zwei Jahrzehnten gewann er den Igno-Bellpreis für ... ... Transportation, also für ... Na wieso?

00:11:56: Fortbewegungsmittel.

00:11:57: Ja.

00:11:58: Bei dem Ignobellpreis ist das ja alles eben so ein bisschen... Ich wollte

00:12:01: gerade sagen es gibt doch keine eigene Kategorie Transportation oder?

00:12:04: Es gibt auch wahrscheinlich... Nein

00:12:05: nicht bei dem normalen Nobelpreis aber die Ignobelpreis des Komitees haben da sehr viel Fantasie.

00:12:12: und in dieser Studie wurden Haferflocken als Nahrungsquellen auf einer Karte des Großraums Tokio platziert.

00:12:24: Die Position der Hafer Flocken entsprachen wichtigen Städten beziehungsweise Bahnknoten und der Blob bildete ein Netzwerk aus Verbindungen zwischen diesen Haverschleim-Fützen, dieses Netzwerk ähnelte in seiner Effizienz dem realen Bahnnetz im Raum Tokio, das als eines der komplexesten und smartesten gilt.

00:12:51: Das heißt er war genauso schnell unterwegs wie die Bahn?

00:12:53: So ist es!

00:12:54: Und auch so smart also hat diese smarten Verbindungen genutzt, die dieses Bahnnetze eben auch von Menschen handkünstlich angelegt hat.

00:13:06: Der Block kann sich an Substanzen gewöhnen...

00:13:09: Ganz kurz kann der Block vielleicht für uns, die Deutsche Bahn tätig werden.

00:13:14: Da

00:13:14: könnten wir mal den Anstellungsblock... Block-Consulting?

00:13:17: Beratungsvertrag mit der Deutschen Bahn?

00:13:19: Ja!

00:13:19: Da wären einige Probleme viel schneller gelöst.

00:13:22: Der Blob kann sich an Substanzen gewöhnen, die er nicht mag.

00:13:27: Er kann also lernen und er kann dieses Wissen über sein Venennetz weitergeben.

00:13:33: Das wurde herausgefunden indem man den Blob geteilt hat.

00:13:37: Also wenn man einem Blob teilt dann erhält man einfach Zwei Blobs, obwohl es ja ein einzelliger Organismus ist besitzt eher sehr viele Zellkerne und damit enthalten dann die beiden Blobs die Kopien des Genmaterials.

00:13:53: Und können eigenständig existieren.

00:13:57: wenn man dann beide Blobs zum Beispiel in eine Petrischale packt Dann verbinden sie sich wieder durch ihr Venensystem und dadurch können Sie Informationen übertragen.

00:14:08: Du merkst Ich bin so mein Blown von diesem Blob.

00:14:11: Es hat mir so viel Freude, bereitet mich damit auseinanderzusetzen wie vermutlich auch Hans Günther Dobereiner ein Wissenschaftler aus Bremen der forscht an dem Venennetz des Blobs.

00:14:24: denn im Inneren das Venennetzt ist strömt eine Substanz die Protoplasma genannt wird etwa vergleichbar mit unserem Blut dass durch unsere Adern fließt.

00:14:35: Die Venen sind innen mit Aktienfilamenten umgeben, die regelmäßige Kontraktion auslösen so dass sich das Protoplasma vor und zurück bewegt.

00:14:47: Das nennt man Shuttle Streaming Und durch den so entstehenden Druck der Strömung auf diese Membran wird der gesamte Organismus nach vorn geschoben und breitet sich eben weiter aus.

00:15:01: Diese Membrane ist so elastisch unterschiedlichste Formen annehmen kann, je nach seiner Umgebung.

00:15:08: Wenn man ihn in eine Petrischale packt, die ist ja so rund, dann fühlt er diese Petrishale aus.

00:15:14: In einem anderen Experiment wurde ein Blob in eine Zentrifuge gegeben und in viele Mini-Blobs unterteilt um zu beobachten wie sich die Mini- Blobs wieder zu einem Netzwerk vereinigen.

00:15:29: Wissenschaftlerinnen haben versucht diesen Prozess in einem mathematischen Modell zu beschreiben, denn dieses Modell kann auch für die Krebsforschung nützlich sein.

00:15:39: Dieser Wissenschaftler der Dobereiner hat nämlich beobachtet das Tumor umzuwachsen ein ähnliches Verhalten zeigen wie dieses Netzwerkbilden des Blobs.

00:15:51: und es gibt noch andere wissenschaftliche Disziplin, für die der Blob relevant sein könnte.

00:15:57: Man hat nämlich zum Beispiel festgestellt, dass er Substanzen aufnimmt.

00:16:01: So könnte man den Blob im Umweltschutz einsetzen um Böden zu entgiften.

00:16:07: In Bristol gibt es das unconventional Computing Lab.

00:16:11: Dort nutzt der Wissenschaftler Andrew Adamadski um in der Informatik zu forschen und die Robotik weiterzubringen.

00:16:22: Er hat Elektron auf den Blob gesetzt, der bestimmte Spannungen aussendet.

00:16:27: Diese Spannung hat er umgewandelt im Klang und daraus wie eine kleine Symphonie gebaut.

00:16:37: Das hört sich wirklich ganz furchtbar an, deswegen habe ich das nicht mitgebracht.

00:16:41: aber man kann darauf sehr viele Rückschlüsse ziehen Und ja, die Forschung auf unterschiedlichsten Gebieten vorantreiben.

00:16:54: Das ist der Hauptgrund warum mich das so fasziniert.

00:16:57: also ausgehen von diesem popkulturellen Film was da irgendwie ausgedacht ist dann sich darüber Gedanken zu machen hat diese kleine merkwürdige.

00:17:09: was können wir daraus lernen?

00:17:10: Und es gibt so viele Wissenschaftlerinnen, die den ganzen Tag diese kleine gelbe Schleimmasse untersuchen und da Rückschlüsse ziehen für weitere Forschungsgebiete.

00:17:21: Das hat mich so fasziniert, dass ich's heute mit dir teilen wollte!

00:17:25: Es gibt sogar einen Roman der heißt Blob Love Story.

00:17:31: Es gibt auch als Hörbuch ... Ich hab mal ein bisschen reingehört, das hat mich allerdings leider nicht so gefesselt, Es geht um eine Frau, also in den ersten drei Kapiteln wird so ein bisschen ihre Heartbrokeness abgebildet und sie findet aber einen Blob.

00:17:47: Und der Blob taucht dann immer noch mal wieder kurz auf.

00:17:51: Ja!

00:17:52: Aber ein Phänomen das mich begeistert hat...

00:17:55: Was mich nur interessieren würde, woher kommt der Name Blob?

00:17:58: Ist das einfach, weil man sich gedacht hat, dass sieht aus wie ein Blob?

00:18:01: Dann ist es ein Blobb oder ...

00:18:02: Ja wegen dieser ... Wegen dem Film.

00:18:05: Nee die Untersuchung zu dem Blob gab's schon vor dem Film aber ich glaub wegen dieser gallertartigen schleimigen Masse gibt ja auch den Blobfisch wenn man sich ein Foto von diesem Fisch anguckt.

00:18:19: und eines von diesen Schleimenpilz haben die Ähnlichkeiten miteinander.

00:18:24: Ich hab noch mal geguckt ob da irgendeinen Zusammenhang gibts Aber ich weiß nicht, warum der so benannt würde.

00:18:31: Aufgrund des Aussehens auf eine Art.

00:18:34: Aber wir können ihn natürlich ganz förmlich für Sarum Polizeferlum auch nennen.

00:18:40: Das

00:18:41: ist die korrekte Bezeichnung?

00:18:42: Ja genau!

00:18:43: Was macht's mit dir der Blob?

00:18:45: Ja das fasziniert mich dass der so versatil einsetzbar ist.

00:18:49: also wie gesagt ich glaube es gibt einige Verwendungen.

00:18:51: deutsche Bahnen angefangen finden sicherlich noch ein paar andere Möglichkeiten wo so'n Blob mal helfen könnte.

00:18:58: Sicher!

00:18:58: Hättest du was dagegen, wenn vielleicht mal so ein Blob bei uns...

00:19:03: Ich persönlich bin der Meinung wir haben genug Lebewesen hier und alle deine Ideen für neue Lebewiesen sind finde ich ja immer so ein bisschen schwierig.

00:19:10: Ja werden immer abgeschmettert.

00:19:11: Weil wir auch schon mit der Erhaltung der Pflanzen hier in der Wohnung gut ausgelastet sind aus meiner Sicht.

00:19:19: Ja ist richtig bald werden wir uns nicht mehr sehen während der Podcast Aufnahme.

00:19:23: weil allerdings deinem Monsterer Ich würde

00:19:27: mir mal Gedanken machen, warum ausgerechnet die eine Pflanze um die ich mich kümmere so großartig wächst.

00:19:33: Meine wachsen ja auch ganz prima.

00:19:35: Die da rechts neben die habe ich vermehrt.

00:19:36: Die steht jetzt links.

00:19:39: Vorne links war ne andere Pflanzen bis vor kurzem drin, die es nicht ganz überlebt hat.

00:19:43: Die hat hier ihre beste Zeit auf dem Balkon einmastet.

00:19:46: Das ist aufgefallen was die da jetzt für einen Sprung gemacht

00:19:50: hat.

00:19:50: Zweitverwendungsstimmter

00:19:53: Na gut.

00:19:54: Aber darum sollte es ja heute nicht gehen um unsere Pflanzen hier, sondern um diesen Schleimpilz der Blob, der mich sehr glücklich gemacht hat.

00:20:02: Ich freue mich dass ich das heute mit dir teilen durfte.

00:20:05: Deine Begeisterung hält sich glaube ich noch ein bisschen grenzen oder?

00:20:10: Ich verfreue mich an dem, dass du dich erfreuest.

00:20:12: Okay!

00:20:13: Das ist ja schon mal die halbe Miete würde ich sagen.

00:20:17: Liebe Hörerinnen, ich hoffe, dass ihr euch auch freut, dass ich mich so freue.

00:20:22: Wenn die ihm so ist, dann dürft ihr uns das gerne mitteilen unter welthasepodcastaggmail.com.

00:20:29: Da freuen wir uns über Feedback und ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit!

00:20:34: Lukas hast du noch ein paar letzte Worte?

00:20:50: Blob!

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