#004 Lukas & die schwulen preußischen Könige: Der große Fritz

Shownotes

Friedrich der Große liebt die Flöte und lässt wenig Gelegenheiten aus, sein Umfeld von seiner Ablehnung der „Alte Fritz" wirklich – und warum haben Historiker seine intimsten Geheimnisse so lange unter den Teppich gekehrt? Spoiler: Es geht um Macht, Trauma und die Liebe zu Männern – also so „bevor es Toleranz gab, aber nach ‚mein bester Freund wurde vor meinem Fenster enthauptet'"-lang.

Danach wird's (kurz) psychologisch: Was passiert mit einem Kind, das von einem Soldatenkönig drangsaliert wird, nur weil es Flöte spielen möchte? Warum baut ein Mann nach seiner Befreiung ein Schloss, das explizit Frauen ausschließt – und umgibt sich stattdessen mit handverlesenen jungen Offizieren und Philosophen?

Und ja: Friedrich meint es ernst. Sehr ernst. Denn der „Aufgeklärer" ist auch der Mann, der seine Frau Elisabeth Christine ein Leben lang in separaten Schlössern verwahrte, sie öffentlich „das Scheusal" nannte und Sanssouci als exklusive Männer-Oase etablierte. Elegant… bis man die abfälligen Briefe über Frauen liest. Denn die entstehenden Widersprüche sind nicht immer „aufgeklärter Absolutismus", eher „linker Mann erbt Vermögen – bitte alle Prinzipien überprüfen".

Besonders spannend: Sein Bruder Heinrich trug Leopardenfell und war offen schwul – und das ging auch. Friedrichs eigen Sexualität bleibt rätselhaft, aber die Historiker schweigen bis heute auffällig laut.

Wenn du also wissen willst, warum unter preußischen Uniformen queere Geschichten schlummern, warum die Kartoffel ein Ding der Exklusivität ist und wie ein traumatisierter Flötenspieler Europa umgestaltet – nur um am Ende fast so zynisch zu werden wie sein Vater: Play drücken, mitgrübeln.

Weiterführende Links: WDR-Beitrag über den schwulen Fritz

Queer.de-Artikel über Fritz Bruder Heinrich Mr Wissen2Go über Friedrich den Großen

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